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Sommerfeeling im Alten Schlachthof

Summerbreak Festival Gäuboden

Beim Summerbreak-Festival zeigen Breaker, Skater und Parkour-Sportler ihr Können

 

Laute  Musik dröhnt  aus  den  Boxen  einer Musikanlage  auf  dem  Gelände  des  Jugendzentrums.  Zum Rhythmus  der  Musik  balancieren  junge  Männer  ihr  Gewicht auf einer Hand und recken  ihre  Beine  in  groteskem Winkel  in  die  Höhe.  Wieder andere vollführen  und  Drehungen in der Luft.

„Die  Breakdancer  trainieren schon seit Wochen für  unser  Summerbreak Festival  am  9.  Juli",  erklärt André Ulrich, Sozialpädagoge  beim  Projekt „IDEE".

 

Ulrich  und  seine  Kollegen vom  Jugendzentrum  organisieren in diesem Jahr das erste Mal ein Festival dieser Größe. „Einen  Breakdance-Kontest gibt es bei uns schon seit Jahren", sagt er. „Neu ist dieses Jahr, dass wir auch Parkour-Sportlern  und  Skatern eine  Plattform  bieten,  sich und  ihr  Hobby  zu  präsentieren."

 

Skater sorgen an der Miniramp für Staunen

Ab 13 Uhr sorgen die Skater auf der Miniramp am Gelände des  Alten  Schlachthofes  für Staunen. „Sicher müssen viele für  den  heiß  begehrten,  mit 300  Euro  dotierten  ersten Platz  alle  ihre  Tricks  auspacken", ist Roman Michel, Organisator  des  Skater-Workshops, überzeugt. Der 23-Jährige ist in jeder freien Minute mit  dem  Skateboard  unterwegs  und  findet  es  schade, dass die Skaterszene in Straubing nicht größer ist. „Leider kommen auch fast keine jungen  Leute  nach." 

 

Auch  die Parkour-Sportler  Rinus  Render (15), Joh Davyan (17) und Kacper Kubis (18) haben sich einiges  überlegt,  um  ihre Sportart  populärer  zu  machen.

 

Workshops in Parkour und Freerunning

„Ab  15  Uhr  veranstalten wir  eine  Jam  in  Freerunning und  Parkour.  Jeder  der will,  kann  daran  teilnehmen und sich im Stangengerüst und  den  Airtrack  ausprobieren", sagt Joh.

 

Alle  drei  haben  sie  bereits  den  Trainerschein  in der  Tasche.  Bei  der  Trendsportart  Parkour  versucht man Hindernisse, die sich einem in den Weg stellen, möglichst  leichtfüßig  zu  überwinden, indem man verschiedene  Bewegungen  kombiniert. Meist sind die Parkour-Sportler  wahre  Akrobaten. Das Schöne an dem Sport sei, dass man ihn überall ausüben könne, ohne sich ein Sportgerät  kaufen  zu  müssen, wissen die drei Jungs.

 

Einige  Menschen würden  ihnen  jedoch  auch  strafende Blicke zuwerfen, wenn  sie  die  jungen  Männer  in  der Stadt  an  irgendwelchen  Bänken  und Gerüsten  turnen  sehen.  „Einmal  hat auch  jemand  die Polizei  gerufen, weil  der  dachte, wir würden randalieren",  sagt  Rinus. Wichtig  sei,  dass  jeder  seine Grenzen kenne und sich nicht zu viel vornehme.

 

Preisgeld von 500 Euro zu gewinnen

Das eigentliche Highlight der  Veranstaltung  sind  die Breakdance  und  HipHop Battles,  die  um  17  Uhr  starten. „Der Gewinner erhält 500 Euro",  motiviert  Ulrich  die Teilnehmer.  Anmeldungen sind  bis  kurz  vor  Beginn  des Battles  möglich.  „Wir  fragen auch  am  Tag  der  Veranstaltung im Publikum rum, ob jemand spontan Lust hat", fügt der  Sozialpädagoge  hinzu. Die  Teilnahmegebühr  beträgt fünf Euro.

 

Breakdance verlangt einiges an Kreativität

Breakdance vereinige einige Tanzstile  und  Sportarten. Kung  Fu  finde  sich  genauso wie  Ballett,  Capoeira  und Volkstänze.  Der  Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Auf dem Summerbreak-Festival treten sich die Breakdancer in einem überregionalen  Battle  in  verschiedenen Kategorien gegenüber.

 

Deutscher Meister im Breakdance sitzt in der Jury

Die  Jury  besteht  dabei  aus dem  Straubinger  Breaker Paul Kansy aka „Bboy Battlecat"  und  den  beiden  Siegern der  letztjährigen  Battle  „Kevin  Schafstaller  aka  NeVik" sowie  dem  frischgekürten Deutschen Meister im Breakdance  Phillip  Mayer  aka „Bboy FloyD. „In der Jury zu sitzen wird gar nicht so leicht sein", weiß der 23-jährige amtierende  Deutsche  Meister. „Jeder Tänzer hat seinen eigenen  Style  und  Moves,  da kommt  es  manchmal  schon auf Kleinigkeiten an, um den Sieger zu küren."

 

Phillip  Kneitinger  (25)  und Carlos Manay (26) üben zweimal  wöchentlich  im  Jugendzentrum an ihren Moves. „Jeder ab zwölf Jahren ist bei uns willkommen und kann dienstags und freitags bei uns mittanzen",  freuen  sich  die  beiden über neue Gesichter.

 

Bei schlechter Witterung im Anstatt Theater Neben  guter  Musik  durch DJs ist bei dem Festival auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.  Ulrich  plant  alle Eventualitäten  mit  ein:  „Der Breakdance-Kontest  findet auch  bei  schlechtem  Wetter statt. Wir ziehen dann in das Anstatt Theater um."

 

Der Eintritt zum Summerbreak-Festival am Samstag, 9. Juli, im Alten Schlachthof ist frei. Infos und Anmeldungen zu den einzelnen Breakdance-Battles und verschiedenen Workshops unter .

 

Quelle: Gäuboden Aktuell 6.07.2016