Integration durch Ehrenamtliches Engagement

„Ihr macht Euer Ding“

Hip Hop Jam im Alten Schlachthof

„Die City lebt"-Wettbewerb mit Breakdance im Alten Schlachthof
Was vor rund 40 Jahren auf denStraßen der Bronx begann und einstTeil der Hip-Hop-Kultur war, hatsich heute längst als eigene Kunstform etabliert. Der Breakdance. Getanzt wird zu Pop, Funk oder Hip-Hop. Für viele Jugendliche bot derBreakdance eine Alternative zurGewalt der städtischen Straßen-Gangs. Heute fordert Breakdancehohe Disziplin von den Tänzern, die über athletische Fähigkeiten verfügen. Breakdance ist eine weltweitanerkannte Tanzform, unabhängig von Rasse, Geschlecht oder Alter. Am Samstagabend gab es eine wunderbare Performance dieser Tanzrichtung im Alten Schlachthof.

„Die City lebt – Vol. 2" stand aufden Programmzetteln und zu Beginn gab der Moderator – der auchein Rapper war – gleich mal eineProbe seines Könnens. Und als dieJury komplett war, stand dem Beginn nichts mehr im Wege. Halt, einProblem gab es noch: da das breakdancen auf der mit viel Schweißaufgebauten Bühne nicht gut für diePlattenteller der DJs war, verlegte man kurzerhand die Aktionsflächevor die Bühne. „Ihr macht EuerDing" – mit der Aufforderung des Moderators startete man gleich malin die Battles. Bei den sogenanntenBreakdance-Battles treten einzelneTänzer oder auch Teams gegeneinander an, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Und dabei soklangvolle Namen wie „Bboy Psycho", „Kuba", „Bboy Drop" oderbei den Teams „Batman & V.I.P. Killer".

Hip Hop Jam im Alten Schlachthof

In abwechselnder Reihenfolgegilt es, den gegenüberstehenden Kontrahenten durch die eigene Darbietung zu übertrumpfen. Es gibt Verhaltensregeln während desWettbewerbs, über die die Jury wacht – alles ehemalige Tänzer, die ihr Handwerk auch heute noch beherrschen - und die am Ende die jeweiligen Sieger aus dem Battle kürt.Und es war für die vielen Teilnehmer durchaus auch lukrativ, an denStart zu gehen. In dem „Zwei gegen Zwei Hip Hop Allstyle Battle" lockten für den ersten Platz 250 Euro ebenso wie bei dem „Zwei gegen Zwei Breakdance Battle". Über 100Euro durften sich die Gewinner des„7 to Smoke Breakdance" freuen und auch bei den Mädchen lockten die Siegerin aus dem „1 gegen 1B-Girl Battle" stolze 100 Euro.„Move, Style und Flavour" waren die Kriterien, neben Originalität. Und das zahlreiche Publikum sahhervorragende Tanzkunst mit Uprocking, Footworks, Freezes und Powermoves. Selbst der jüngste Nachwuchs war mit Begeisterungfür das Breakdancen bei der Sache.Kenny, acht Jahre jung, kommt aus Plattling. Er geht regelmäßig zum Training in die „ElSueno DanceAcademy". Aber auch sonst lässt er keine Gelegenheit aus, auf der Straße oder zu Hause täglich seinem Hobby nachzugehen. Natürlich erstnach den Hausaufgaben. Kenny macht jetzt neun Monate Breakdance, und was der junge Mann soauf das Linoleum zaubert, ist schon bemerkenswert. Die Organisationder Veranstaltung lag in den Händen des Jugendfreizeitzentrums mit Dagmar Niklas an der Spitze, undeinem großartigen Helferteam. Fürdie zahlreichen Gäste gab es ausreichend Getränke, und der Hungerkonnte mit Pizzen bekämpft werden. Die Veranstaltung wurde ferner durch das Projekt „Idee" – Integration durch ehrenamtliches Engagement in Straubing – unterstützt. Bleibt als Fazit: Eine tolleVeranstaltung, mit Breakdance, mit Rappern und viel Publikum, dieTeilnehmern wie Besuchern gleichviel Spaß gemacht hat.

 

weitere Bilder auf Facebook und idowa.de


Quelle: Straubinger Tagblatt, 06.07.2015