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Break-Dance-Battle mit Hip-Hop-Programm

Die City Lebt 2 Szene

Quelle: Szene Straubinger Tagblatt

B-Boys und B-Girls treffen sich zum akrobatisch-tänzerischen Wettbewerb im Schlachthof

„Vier Battles in unterschiedlichenKategorien wird es geben", erklärtPaul Kansy das Programm von „DieCity lebt Vol. 2". So titelt die großeHip-Hop-Party am Samstag, 4. Juli,im Alten Schlachthof an der Heerstraße. Breakdancer aus ganz Bayern, Deutschland und dem benachbarten Ausland werden erwartetund dazu einige Rap-Formationen,wie zum Beispiel „Fotzn ans Discheck" aus Passau oder der heimischeNewcomer Aziz.

Die City Lebt 2 Presse szene

„Seven to Smoke" ist die ersteBreakdance-Kategorie, in der manstarten kann. Zwei Tänzer tretengegeneinander an, der Sieger bleibtnach einer Jury-Entscheidung aufder Tanzfläche, der andere musswieder zurück ins Starterfeld. Wer zuerst sieben anderen Breakdancern gezeigt hat, wer die bestenMoves hat, gewinnt.
Dann gibt es noch die Starter im Zwei gegen Zwei Breakdance Battle, erklärt Paul Kansy. Ein Team kann synchron tanzen, das gibt Zusatzpunkte, oder individuell antreten. Auch hier entscheidet die Jury,wer weiterkommt. Zwei gegen Zweitreten auch im Hip-Hop AllstyleBattle an. Hier sind alle Tanzstileerlaubt: Elektro, Locking oderFunk-Style, New-Style oder auchmal House. „Der tänzerische Aspektund damit die Ausstrahlung ist hierwichtig", betont Paul Kansy.
Und dann gibt es noch eine eigeneWertung für die B-Girls, die eine gegen eine antreten werden. Frauenhaben beim Breakdancen eigentlichkeinen Vor- oder Nachteil und natürlich können sie bei allen Wettbewerben antreten. Aber „geschmeidiger tanzen sie eigentlich schon",attestiert der Profi.

Rund 100 Teilnehmer aus ganzBayern, Deutschland und dem benachbarten Ausland, wie Tschechien, Österreich, Schweiz undKroatien werden erwartet. DieBreakdance-Szene kennt sich undschließt schnell Freundschaften. Im Jugendzentrum im Alten Schlachthof wird schon eifrig trainiert. NeueTänzer, die einmal zu einemSchnuppertraining vorbeischauenwollen, sind jeden Mittwoch zwischen 18 und 21 Uhr und freitagszwischen 17 und 19 Uhr willkommen. Sie sollten einfach nur Turnschuhe und Trainingsklamottenmitbringen.
Paul Kansy, der einer der drei Juroren bei „Die City lebt Vol. 2" seinwird, hat sich schon in seiner Kindheit mit dem Breakdance-Virus angesteckt. Zuerst war er MichaelJackson-Fan, dann kamen dieBreakdance-Videos auf MTV, die1997 einen Boom auslösten. „AmAnfang will man immer unbedingtdie akrobatischen Sachen lernen,später lernt man die tänzerischenAspekte und den Rhythmus schätzen", erklärt der 35-Jährige, der mit17 zum B-Boy wurde.
Breakdance vereint einige Tanzstile oder Sportarten. Kung-Fu findet sich genauso wie Ballet oder Capoeira und Volkstänze, wie russischer Kosakentanz oder Indianer Schritte in einigen Moves wieder.Der eigenen Kreativität sind daaber keine Grenzen gesetzt. Paultrainiert auch immer wieder neueund erfahren Tänzer im Jugendzentrum. Heute ist zum Beispiel Phillipda, der schon mal als Kind angefangen hatte. Nach einer Pause – undweil Fußball zu langweilig ist – hater mit Anfang 20 wieder mit Breakdance angefangen. Power Moveswill er heute üben und dabei „malwas anderes ausprobieren". Seit einpaar Wochen bringt er auch seinenFreund Matthias mit, der schätzt dieKörperspannung und damit densportlichen Aspekt. Noch seien seine Bewegungen etwas eckig, gibt erzu, „aber mit der Zeit wird das".
Ramona (22) ist heut die einzigeFrau auf der Tanzfläche. Sie kommtursprünglich vom Jazz-Dance. Aberals einmal die Tanzlehrerin krankwar, sprang ein Breakdance-Lehrerein. Sie war sofort fasziniert und dasie auch Kampfsport macht, war derEinstieg für sie relativ leicht. Phuong ist mit 36 eher ein Spätzünder, aber ein begeisterter, weilsein achtjähriger Sohn oft schonmittrainiert, macht ihm der Sportnoch mehr Spaß. Seit einem Jahrübt er mit den anderen regelmäßig Technik, Kraft und Koordination.Willkommen ist also jeder, derSpaß an der Hip-Hop-Kultur hat.Und bei den Breakdance-Battles amSamstag, 4. Juli, im Alten Schlachthof an der Heerstraße kann jederzuschauen oder den Live-Acts zuhören. Einlass ist um 17 Uhr, Beginnder Hip-Hop-Party ist um 18 Uhrund der Eintritt ist natürlich frei.Unterstützt wird „Die City lebt Vol.2" von der Stadt und dem Projekt„Idee", das vom Bundesministeriumfür Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.


Quelle: Straubinger Tagblatt, 20.06.2015