Integration durch Ehrenamtliches Engagement

Straubinger Jugendzentrum zeigt Parkour-Akrobatik

Sie springen, sie tanzen, sie fliegen - bei der Trendsportart Parkour gibt es kein Hindernis, das die Läufer nicht überwinden. Und diese Hindernisse suchen sich die Sportler drinnen wie draußen. Am Samstagnachmittag zeigten die Parkour-Läufer Ugur Ince (20) und Kacper Kubis (16) Anfängern und Interessierten in zwei Workshops in der Turnhalle des Johannes-Turmair-Gymnasiums erste Sprünge. Der Parkour-Nachmittag wurde im Rahmen des Integrationsprojektes "IDEE" (Integration durch ehrenamtliches Engagement) des Straubinger Jugendzentrums veranstaltet. Diese Aktion wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

 

Parkour und Tricking Jam

Als Hindernislauf bezeichnet Ugur Ince die Trendsportart Parkour. "Wir versuchen, möglichst schnell Hindernisse zu überwinden. Das können in der Halle Kästen oder Mauern sein und draußen Zäune, Büsche, Garagen oder auch Mülleimer." Für die Workshops am Samstag hat die Straubinger Parkour-Gruppe viele Testhindernisse aufgebaut, darunter auch eine Airtrack-Matte. "Diese Matte ist mit Luft gefüllt und hilft beim Trainieren von Saltos", erklärt Kacper Kubis. Der Jugendliche ist begeisterter Parkour-Läufer. "Ich kann dabei an meine Grenzen gehen. Außerdem kann ich Dinge, die andere nicht können - wie zum Beispiel einen Salto." Zusammen mit Ugur Ince zeigt er Anfängern an mehreren Stationen, wie sie die Kästen überspringen, Wände hochlaufen und wie sie sich sicher wieder abrollen.

 

Ihre erste und wichtigste Lektion ist dabei die Selbsteinschätzung. "Man muss seine Grenzen kennen und wissen, was man sich zutraut", warnt Ugur Ince. "Wir zeigen erst einmal nur die Grundlagen. Dann sehen wir, was die Leute können und wie wir sie trainieren können." Der 20-Jährige läuft seit acht Jahren Parkour - bevorzugt im Gelände draußen. "Beim Parkour brauchst du nichts außer Schuhe. Es gibt keine Regeln und keine feste Zeit. Du gehst einfach nach draußen und stehst auf deinem Spielfeld. Man fühlt sich so frei", gibt Ugur einen Einblick in den Sport. "Parkour ist eine Lebenseinstellung", sagt er dabei. "Es steht für alle Hindernisse, die es im Leben zu überwinden gilt."

 

Quelle: Straubinger Tagblatt, 03.06.2014

 

Freistunde, Straubinger Tagblatt