Integration durch Ehrenamtliches Engagement

Eme gute IDEE für Straubing

Eine gute IDEE für Straubing

IDEE stellt sich vor im Ausländer- und Migrationsbeirat

Sozialpädagoge André Ulrich stellt im Ausländer- und Migrationsbeirat Projekt vor

In der letzten Sitzung des Ausländer- und Migrationsbeirates vor den anstehenden Kommunalwahlen hat Verwaltungs- und Stadtrat Peter Stranninger am Donnerstag im Sitzungssaal des Rathauses die Gelegenheit genutzt, sich bei den Beiraten für die immer gute Zusammenarbeit zu bedanken. Sozialpädagoge André Ulrich erläuterte im Beirat das Projekt ,,IDEE" und was dahinter steckt.

 

Der Verwaltungsrat für Integrationsfragen, Peter Stranninger, gab einen Aktionsbericht zu verschiedenen Veranstaltungen, um am Ende seiner Ausfiihrungen ein ganz großes Dankeschön an die Mitglieder im Ausländer- und Migrationsbeirat zu schicken, denn seine Arbeit endet zunächst mal mit der Kommunalwahl. Stranninger blickte zurück auf das Kulturlotsenprojekt, das wirklich Wichtig war und aufgrund fehlender Finanzmittel nicht weitergeführt werden konnte. Auch das Projekt ,,KOSSI" wurde mittlerweile finanziell zurechtgestutzt, wird aber derzeit noch weiter geführt.

 

Eine gute Lösung wurde nach Stanningers Meinung für die Asylbewerber durch den Einsatz von Oberbürgermeister Markus Pannermayr und Bürgermeister Hans Lohmeier mit einer dezentralen Unterbringung gefunden. Das Projekt ,,IDEE " - Integration durch ehrenamtliches Engagement - sei eine Schnittstelle zwischen den Jugendlichen mit Migrationshjntergrund und dem Ehrenamt, sagte André Ulrich zu Beginn seiner Projektvorstellung.

 

Junge Menschen zwischen zwölf und 27 Jahren Werden hier seit November 2013 in unterschiedlichen Aktionen motiviert, ihre Interessen aktiv zu gestalten und andere daran teilhaben zu lassen. Als Übungsleiter, als Betreuer oder als Teilnehmer köonnen sich die jungen Menschen in Vereinen, Initiativen oder Migrantenselbstorganisationen einbringen und Zusammen mit Straubinger Bürgern aktiv werden. Angesiedelt ist ,,IDEE" für die nächsten drei Jahre beim Straubinger Jugendzentrum im Alten Schlachthof und soll auch dazu dienen, vielleicht vorhandene Barrieren zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund zu beseitigen.

 

Mit sozialpädagogischer Unterstützung erkennen sie ihre Stärken und Fähigkeiten und können diese in Workshops erweitern. Als Beispiel nannte André Ulrich die Trendsportart Parkour, die schon einige Jahre vom JFZ angeboten wird. Im Training können Jugendliche ab 14 Jahre reale Hindernisse nachbauen und schwierige Situationen aus dem Alltag eines Parkour-Läufers nachahmen. Ein Hallenfußballturnier für U15 und U19 wird in Eigenregie in der Turnhalie des Ludwigsgymnasiums organisiert und beim U19 Ladies Cup in Miinchen erreichten die Mädels den zweiten Platz. Beirats-Vorstandsmitglied Feride Niedermeier bedauerte, dass sie schon ein paar Tage älter sei, sonst hätte sie auch gerne Fußball gespieit. Man einigte sich schließlich auf ein Eisstockschiefien beim Eiszauber. Am Ende soll ein Netzwerk von jungen Leuten stehen, sagte Ulrich, die diese ,,IDEE" weiter trage. André Ulrich ist 27 Jahre alt, wurde in Russland geboren, lebt heute in Deggendorf und arbeitet als Sozialpädagoge für die Stadt.

 

Quelle: Straubinger Tagblatt, 15.02.2014