Integration durch Ehrenamtliches Engagement

Vorbilder und Vereine gesucht

Vereine und Vorbilder gesucht

Das Projekt Integration durch ehrenamtliches Engagement sucht Jugendliche

Das Projekt IDEE - Integrationdurch ehrenamtliches Engagement soll eine Schnittstelle zwischen Jugendlichen mit Migrationshintergrund und dem Ehrenamt sein, erklärt Sozialpädagoge André Ulrich. Er leitet dieses Projekt. Zusammen mit ihm freuen sich Markus Wimmer, Leiter des Amts fiir Soziale Dienste, und kommunaler Jugendpfleger Helmut Spiegler, dass die Stadt die begehrte Fördermaßnahme des Bundes dank guter Bewerbung bekommen hat. Nur 60 Einrichtungen im Bundesgebiet erhalten diese. In einem Zeitraum von drei Jahren stehen fiir IDEE in der Stadt 150000 Euro zur Verügung.

 

Junge Menschen zwischen zwolf und 27 Jahren sollen motiviert werden, in unterschiedlichen Aktionen oder in Sport- und Kulturvereinen aktiv zu werden. Dabei geht es nicht nur um das Mitmachen der Jugendlichen, sondem auch darum, als Vorbild zu gelten und andere Jugendliche, die vielleicht nicht so leicht Kontakte zu Gruppen oder Vereinen kniilpfen, zu unterstutzen. Die Idee von IDEE ist, dass Anregungen, Neues auszuprobieren, besser angenommen werden, wenn sie von Gleichaltrigen kommen. Diese Vorbilder sollen dafür vom Sozialpädagogen André Ulrich unterstützt Werden, um ihre Stärken und Fähigkeiten zu erkennen und diese in verschiedenen Workshops erweitern.

 

Fachliche Ausbildung für das Ehrenamt

Ausflüge und Veranstaltungen sollen Rahmenbedingungen zum Umsetzen der erlemten Fahigkeiten bieten und Moglichkeiten zur Begegnung unterschiedlicher Kulturen schaffen. Fur den ehrenamtlichen Einsatz konnen sich die Jugendlichen in verschiedenen Bereichen fachlich ausbilden lassen. Dabei konnen auch Kosten durch das Budget ubernommen werden. Die Qualifizierung zu Ubungs- oder Jugendleitern sollen ihnen neue Perspektiven im Alltag eroffnen, die sich zum Beispiel auch positiv auf den beruflichen Werdegang auswirken konnen.

 

Hoffen auf Vereine und Gruppen

Markus Wimmer und Helmut Spiegler sehen in dem Projekt ,,viel Potenzial“ und hoffen, dass sich auch viel Vereine oder Gruppen, die das Angebot nutzen wollen, beim Sozialpädagogen André Ulrich im neuen Jugendzentrurn im Alten Schlachthof melden werden. Das Netzwerk an Kontakten soll aber auch mit Schulen oder Gruppen geknüpft Werden, die nicht als k1assischer Verein strukturiert sind. Ulrich schaut gerne einmal vorbei, um die Integration durch ehrenamtliches Engagement, vorzustellen. Er selbst ist das beste Beispiel dafür, dass es eine gute Idee ist. Als Jugendlicher mit Migrationshintergrund besuchte er das Jugendzentrum, wurde ehrenamtlicher Mitarbeiter und Gruppenleiter, später lernte er Erzieher und studierte Sozialpädagogik. Jetzt will er mit 27 seine guten Erfahrungen gerne weitergeben. Jugendliche sollen so Verantwortung in Vereinen und Organisationen, zum Beispiel fur Kinder- oder Jugendgruppen übernehmen und ihr Wissen bewusst weitergeben. Durch das Projekt soll auch die Offentlichkeit mehr für das bürgerliche Engagement von Jugendlichen mit Migrationshintergrund informiert werden.

 

Quelle: Straubinger Tagblatt, 04.12.2013